Prostaglandin in Wimpernprodukten: Wirkung und Risiken sachlich erklärt

Bei Wimpernseren fällt oft das Wort „Prostaglandin“. Dieser Beitrag erklärt, was Prostaglandin-Analoga sind, welche Nebenwirkungen bekannt sind und wie Sie die Stoffe auf der Verpackung erkennen.

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Was sind Prostaglandine und Prostaglandin-Analoga?

Prostaglandine sind körpereigene Gewebshormone. Prostaglandin-Analoga sind künstlich hergestellte Abwandlungen davon. In der Augenheilkunde dienen einige als Arzneimittel gegen erhöhten Augeninnendruck. Dabei fiel auf, dass die Wimpern länger wachsen. Einer dieser Wirkstoffe ist Bimatoprost. In den USA ist er unter dem Namen Latisse als verschreibungspflichtiges Arzneimittel für die Wimpern zugelassen. In der EU ist Bimatoprost als Augentropfen gegen erhöhten Augeninnendruck zugelassen, nicht zur Wimpernverlängerung.

Prostaglandin-Analoga in Kosmetik

Manche Wimpernseren enthalten verwandte Stoffe. In der INCI erkennen Sie sie zum Beispiel an diesen Bezeichnungen:

  • Isopropyl Cloprostenate
  • Dechloro Dihydroxy Difluoro Ethylcloprostenolamide
  • Methylamido Dihydro Noralfaprostal

Der wissenschaftliche Ausschuss der EU-Kommission für Verbrauchersicherheit (SCCS) hat diese drei Stoffe im Februar 2026 für Wimpern- und Augenbrauenprodukte als nicht sicher bewertet. Ein Stoffverbot in der Kosmetikverordnung folgt daraus nicht automatisch. Kosmetika müssen aber ohnehin sicher sein. Achten Sie deshalb auf eine vollständige INCI-Angabe.

Bekannte Nebenwirkungen

Für Prostaglandin-Analoga sind unter anderem diese Nebenwirkungen beschrieben:

  • gerötete, gereizte Augen und Lider
  • Juckreiz und trockene Augen
  • dunklere Haut an Lid und Augenumgebung, meist rückbildungsfähig
  • dunklere Iris, laut Latisse-Fachinformation voraussichtlich dauerhaft
  • Fettverlust um das Auge, der die Lider eingesunken wirken lässt

Die Irisveränderung ist vor allem von Augentropfen bekannt. Die Fachinformation von Latisse warnt aber auch bei der Anwendung am Wimpernansatz davor.

Bei Augenerkrankungen, Augenmedikamenten, Schwangerschaft oder Stillzeit gehören solche Produkte nicht ohne ärztliche Rücksprache ans Auge.

Die Alternative: Pflege ohne Prostaglandin-Analoga

Kosmetische Seren kommen auch ohne diese Stoffe aus. Sie pflegen mit Peptiden, Feuchtigkeitsspendern und Pflanzenextrakten. Welche Stoffe das sind, steht in Wimpernserum ohne Prostaglandin-Analoga.

So wählen Sie bewusst aus

  1. Lesen Sie die INCI vollständig.
  2. Prüfen Sie sie auf die oben genannten Bezeichnungen.
  3. Machen Sie vor der ersten Anwendung einen Verträglichkeitstest.
  4. Beenden Sie die Anwendung bei Beschwerden und fragen Sie im Zweifel einen Arzt.

Weitere Kaufkriterien finden Sie in Wimpernserum kaufen und im Wimpernserum-Ratgeber.

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